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Rillengleis Spur 0

Eines der Gleise des Timesaver soll eben einbetoniert und auch für Strassenfahrzeuge befahrbar werden. Ich wollte aber kein separates Rillengleis verbauen. Folgende Möglichkeiten waren mir bekannt:

  1. Stück Karton zuschneiden und in Höhe Schienenoberkante befestigen.
  2. Gleis eingipsen und Rille freikratzen
  3. Gleis eingipsen, Hölzchen für Spurkranz mit eingipsen und vorm Abbinden rausziehen

Durch eine Forumsdiskussion habe ich von einer weiteren Möglichkeit erfahren: Das Anbringen eines zweiten Gleisprofil im Inneren als Rillenschiene.

Intro: Was ist ein Timesaver?
1. Gleisplan: Erste Überlegungen
2. Gleisplan: Verfeinerung und Finish
3. Gleisübergang am Modul
4. Werkstor mit Motorantrieb
5. Rillengleis in Spur 0
6. Lenz Weichen elektrisch antreiben
7. Baubericht, Baufortschritte

Das zweite Gleisprofil, das innen als Rille befestigt wurde, ist ein Roco Spur N Flexgleis, hatte ich noch herumliegen. Ich habe keine Winkel zum Befestigen verwendet, sondern das N-Rillen-Rrofil im Abstand von vier bis sechs Schwellen von unten an das Lenz Gleis angelötet. Ging bei hochkant gestellten Modulen mit etwas Lötöl überraschend einfach, denn das Gleis ist gerade so flexibel, dass es gut in Form zu bringen ist und noch steif genug, dass es keine Wellen gibt.

Ich habe allerdings festgestellt, dass das Profil nicht hoch genug ist und damit die Rille nicht breit genug wird. Die Lenz Güterwagen - und auch andere - haben etwas mehr Spiel nach innen, so dass die Räder auf den Spurkränzen auf dem inneren Rillenprofil auflaufen, wenn man das N-Gleis bündig anbringt. Die Lösung des Problems war einfach: Das Rillenprofil etwa einen halben Millimeter abziehen. Lötpunkt erhitzen, Rillenprofil mit der Zange leicht abziehen, Lötkolben wieder wegnehmen und kurz warten, bis alles wieder fest ist. Das hab ich Pi mal Daumen gemacht, ein paar Zehntel hin oder her spielen keine Rolle. A propos Rollen: jetzt rollen alle Wagen und Loks problemlos über das selbstgebaute Rillengleis. War viel einfacher als gedacht

Bild 1: Ein kleiner Schlitz bleibt zwischen dem ursprünglichen Gleis und der Rillengleis-Ergänzung. Das sieht man aber nur, wenn man gaaanz genau hinguckt und nach dem Altern der Gleise womöglich gar nicht mehr.

Rillengleis Rohbau

Bild 2: Am Modulübergang sieht man, wie es gemacht ist. Links schon verlötet und verschliffen, rechts noch nicht.

Rillengleis Endstück

Bild 3: Man sieht, dass die Rillenbreite gebraucht wird, ist kein Finescale, aber sehr betriebssicher. Die Rillenprofile sind am Modulende etwas heruntergezogen, weil ein weiteres Modul anschliesst. So soll verhindert werden, dass eventuell Wagen mit großen Spurkränzen hochhoppeln. Habe ich auch am anderen Ende gemacht, eine Art kleiner Rampe für große Spurkränze. Solche Wagen laufen zwar dann auf denselben, aber entgleisen nicht. Bei normal großen Spurkränzen macht es keinen Unterschied. Nur den "Beton" zwischen den Gleisen muss ich eventuell anpassen, aber das wird eh oll und gammelig und zugewachsen, da esses wurscht.

Rillengleis mit Lenz Wagen

Bild 4: Nächster Schritt, hier die "einbetonierten" Selbstbau-Rillengleise. Man braucht erstaunlich viel Gips. Mit Spachtel und Hölzchen kann man die Oberfläche gut abziehen. Ganz wichtig ist das Abdecken der Umgebung.

Rillengleis eingegipst

Bild 5: Dann etwas gealtert und mit etwas mehr Beton-Optik. Das geht mit Pulverfarbe und viel Wasser und einem großen weichen Haarpinsel sowie einem harten Borstenpinsel. Die Beton"platten" werden mit einem Stahllineal geritzt. In den Vertiefungen bleibt dann die Farbe als "Schmutz" hängen.

Beton-Imitation aus Gips

So sieht es mit Hintergrundkulisse und Wagen aus.

Betonboden

Jetzt fehen noch die rostigen Schienen, Gras und Unkraut.



Zuletzt aktualisiert: 18.03.2009
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